Pizza & Fladen
Pizza mit Sauerteig
Drei Teiglinge für runde Pizzen mit luftigem Rand. Die kalte Reife im Kühlschrank bringt Aroma und macht den Teig gut planbar.
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Pizza & FladenEine luftige, fluffige Pizza vom Blech für vier bis sechs Personen. Der Teig reift über Nacht in der Form und muss kaum bearbeitet werden.

| 500 g | Weizenmehl Type 550 |
| 375 g | Wasser, kalt |
| 100 g | aktives Anstellgut (Weizen, 100 %) |
| 12 g | Salz |
| 40 g | Olivenöl, davon 20 g für das Blech |
| 300 g | passierte Tomaten, mit Salz und Oregano gewürzt |
| 250 g | Mozzarella, abgetropft und zerzupft |
| Basilikum |
Beim Halbieren oder Verdoppeln ändern sich die Grammangaben und der Hinweis bei „Ergibt“; Stückzahlen und Löffelmaße bitte selbst anpassen.
Die Uhrzeiten sind ein Beispiel. Wer später anfängt, verschiebt alles um dieselbe Zeit. Hakt erledigte Schritte ab, dann seht ihr, wo ihr steht.
Mehl, Wasser, Anstellgut, Salz und 20 g Öl verrühren. Der Teig ist sehr weich.
Dreimal im Abstand von 30 Minuten in der Schüssel falten.
Das Blech mit 20 g Öl auspinseln, den Teig hineingeben, abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Bei Raumtemperatur stehen lassen und den Teig mit geölten Fingern vorsichtig bis in die Ecken drücken.
Tomaten verstreichen und 15 Minuten bei 250 °C auf der untersten Schiene backen.
Mozzarella verteilen und weitere 8 bis 10 Minuten backen. Mit Basilikum bestreuen.
Den Käse erst später auflegen, sonst verbrennt er, bevor der dicke Boden durchgebacken ist.
Klappt etwas nicht wie beschrieben? Im Sauerteig-SOS nach der Ursache suchen.
375 g Wasser auf 500 g Mehl sind 75 Prozent, mehr als in jedem anderen Pizzateig auf dieser Seite. Ein so nasser Teig wäre als runde Pizza kaum zu bändigen, im Blech ist er gerade deshalb unkompliziert: Er muss nie geformt, nie gewirkt und nie geschoben werden.
Das viele Wasser bringt die großen, unregelmäßigen Löcher in der Krume und die lange Nacht im Kühlschrank macht aus einem klebrigen Haufen einen Teig, der sich am nächsten Tag mit geölten Fingern führen lässt.
Die 40 g Olivenöl sind zweigeteilt. 20 g kommen in den Teig und machen die Krume saftig, 20 g kommen auf das Blech und braten die Unterseite beim Backen regelrecht an.
Gegen 18:00 Uhr wandert der Teig nicht in eine Schüssel, sondern direkt auf das geölte Blech. Im Kühlschrank breitet er sich über Nacht von selbst aus, und beim Herausnehmen am nächsten Tag liegt er schon fast flach. Die drei Stunden bei Raumtemperatur bringen ihn in Gang; erst wenn er weich und wieder blasig ist, wird er bis in die Ecken gedrückt.
Drückt ihr zu früh, zieht sich der Teig aus den Ecken zurück. Dann einfach zehn Minuten warten und noch einmal nachschieben, mit flachen, gut geölten Fingern und ohne die Blasen plattzudrücken.
Das Blech selbst spielt eine Rolle. Ein dunkles Metallblech bräunt die Unterseite kräftig, ein helles oder ein Glasblech deutlich langsamer.
Der Boden ist dick, und ein dicker Boden braucht Hitze von unten. Auf der untersten Schiene bei 250 °C bekommt die Unterseite in den ersten 15 Minuten das meiste ab, während die Tomate oben den Teig vor dem Austrocknen schützt. Käse in dieser Phase wäre nach zehn Minuten schwarz, lange bevor die Mitte durch ist.
Deshalb kommt der Mozzarella erst für die letzten 8 bis 10 Minuten dazu. Abgetropft und zerzupft gibt er weniger Wasser ab als Scheiben, die den Teig unter sich aufweichen würden.
Vor dem Anschneiden die Unterseite kontrollieren, wie im Rezept beschrieben. Ist sie noch hell, stand das Blech zu hoch oder der Ofen hatte nicht lange genug vorgeheizt.
Ein Blech von 30 × 40 cm ergibt zwölf Quadrate, die man aus der Hand essen kann. Übrige Stücke werden in der trockenen Pfanne mit Deckel aufgewärmt, nicht in der Mikrowelle, dann bleibt die Unterseite knusprig.
Der Teig verträgt fast jeden Belag, solange er nicht zu nass ist. Rote Zwiebeln, Oliven, Peperoni oder Pilze passen auf die Tomate, ein grüner Pesto kommt erst nach dem Backen darüber. Ohne Tomate, nur mit Öl, grobem Salz und Rosmarin, wird aus demselben Teig ein hohes, lockeres Fladenbrot. Ob Mozzarella aus Kuh- oder Büffelmilch besser schmeckt, darf jeder für sich entscheiden.
Was beim Nachbacken am häufigsten gefragt wird. Für alles andere gibt es das Sauerteig-SOS.
Ja, mit einer längeren Gare bei Raumtemperatur statt der Kühlschranknacht. Nach den drei Faltungen bleibt der Teig im geölten Blech stehen, bis er die Fläche füllt und große Blasen zeigt, was meist vier bis sechs Stunden dauert. Der Geschmack ist milder als nach der kalten Reife.
Nein, 75 Prozent Wasser kleben nun einmal. Beim Falten die Hände nass machen und beim Ausbreiten ölen, dann löst sich der Teig. Zusätzliches Mehl würde die Krume dichter machen und ist nicht nötig.
Auf einem Blech von 25 × 35 cm wird die Pizza spürbar dicker und braucht unten fünf Minuten länger, bis sie durch ist. Besser die Teigmenge auf 400 g Mehl und 300 g Wasser herunterrechnen und die anderen Zutaten im gleichen Verhältnis kürzen.
Pizza & Fladen
Drei Teiglinge für runde Pizzen mit luftigem Rand. Die kalte Reife im Kühlschrank bringt Aroma und macht den Teig gut planbar.
Pizza & Fladen
Zwei große, weiche Fladen mit dem typischen Rautenmuster, Schwarzkümmel und Sesam. Gut zu Grillgerichten oder als Brot zum Teilen.
Pizza & Fladen
Weiche Fladen mit Joghurt im Teig, in der heißen Pfanne gebacken. Ein Ofen ist nicht nötig.