Pizza & Fladen
Pizza mit Sauerteig
Drei Teiglinge für runde Pizzen mit luftigem Rand. Die kalte Reife im Kühlschrank bringt Aroma und macht den Teig gut planbar.
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Pizza & FladenZwei große, weiche Fladen mit dem typischen Rautenmuster, Schwarzkümmel und Sesam. Gut zu Grillgerichten oder als Brot zum Teilen.

| 500 g | Weizenmehl Type 550 |
| 340 g | Wasser, kalt |
| 100 g | aktives Anstellgut (Weizen, 100 %) |
| 10 g | Salz |
| 15 g | Olivenöl |
| 1 | Eigelb mit 2 EL Joghurt verrührt |
| 1 TL | Schwarzkümmel |
| 1 EL | Sesam |
Beim Halbieren oder Verdoppeln ändern sich die Grammangaben und der Hinweis bei „Ergibt“; Stückzahlen und Löffelmaße bitte selbst anpassen.
Die Uhrzeiten sind ein Beispiel. Wer später anfängt, verschiebt alles um dieselbe Zeit. Hakt erledigte Schritte ab, dann seht ihr, wo ihr steht.
Alle Teigzutaten verrühren und 5 Minuten kneten. Der Teig bleibt weich.
In den ersten zwei Stunden dreimal falten, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen.
In zwei Stücke teilen, rund formen und abgedeckt warm werden lassen. Ofen mit Blech oder Stein auf 250 °C vorheizen.
Auf Backpapier oval ausdrücken, bestreichen und mit geölten Fingerspitzen ein Rautenmuster tief eindrücken. Mit Schwarzkümmel und Sesam bestreuen.
12 bis 15 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
Für weiche Fladen direkt nach dem Backen in ein sauberes Küchentuch wickeln.
Klappt etwas nicht wie beschrieben? Im Sauerteig-SOS nach der Ursache suchen.
Ein Fladen aus 68 Prozent Wasser, der zwei Stunden warm geworden ist, würde im Ofen eine einzige große Blase werfen. Das tief eingedrückte Muster hält ihn flach: An jeder Druckstelle ist der Teig fast bis zum Papier zusammengepresst, dazwischen bleiben die Felder, die aufgehen dürfen. So entsteht die gleichmäßig gewellte Oberfläche, nicht ein Hohlraum.
Deshalb lohnt es sich, mit den Fingerspitzen wirklich bis auf den Grund zu drücken und das Muster erst nach dem Bestreichen anzulegen. Die Eigelb-Joghurt-Mischung füllt die Rillen, bräunt dort dunkler und lässt die Felder heller stehen. Schwarzkümmel und Sesam bleiben in den Vertiefungen hängen, statt beim Schneiden herunterzurieseln.
Die 340 g Wasser auf 500 g Mehl ergeben einen Teig, der sich nach dem Kneten noch zu weich anfühlt, um ihn zu formen, und genau so soll es sein. Die drei Faltungen in den ersten zwei Stunden bauen Spannung auf, die eine Knetmaschine in fünf Minuten nicht liefern könnte, und die Nacht im Kühlschrank erledigt den Rest. Am nächsten Tag ist der Teig straff und lässt sich problemlos rund formen.
Die 15 g Olivenöl sind mehr als bei einer klassischen Pizza. Fladenbrot soll weich bleiben, auch wenn es kalt gegessen wird, und Fett verzögert das Altbackenwerden. Gleichzeitig bräunt die Oberfläche durch das Öl etwas gleichmäßiger.
Kaltes Wasser und die Stockgare ab 14:00 Uhr passen zusammen: Der Teig wird bis 17:00 Uhr bei Raumtemperatur geführt und soll bis dahin nur in Gang kommen, nicht schon ausreifen.
Die zwei großen Fladen sind als Brot zum Teilen gedacht. In Stücke gerissen passen sie zu Gegrilltem, zu Dips, zu Suppen oder zu einem Salat, der mehr Sättigung braucht.
Frisch gebacken sind sie am besten. Das Küchentuch aus dem Hinweis fängt den Dampf auf und hält die Kruste weich; ohne Tuch wird sie beim Abkühlen hart und bricht beim Rollen. Am zweiten Tag hilft ein kurzer Aufenthalt im heißen Ofen oder auf dem Toaster, die Fladen schmecken dann fast wie frisch.
Zum Einfrieren die abgekühlten Fladen halbieren und einzeln einpacken. Aufgetaut werden sie nicht, sondern gefroren in den heißen Ofen gelegt, so bleibt die Krume saftig.
Statt zwei großer Fladen lassen sich aus derselben Teigmenge auch vier handtellergroße formen. Sie backen schneller, etwa zwei Minuten unter der Rezeptzeit. Mit 100 g Dinkelmehl oder Weizenvollkorn im Austausch gegen einen Teil des Weizenmehls wird der Fladen kräftiger im Geschmack und etwas weniger luftig; dann die Wassermenge nicht erhöhen, der Teig ist ohnehin weich.
Ohne Eigelb geht es auch. Joghurt pur oder ein Esslöffel Milch mit etwas Öl geben Farbe, wenn auch weniger Glanz. Die Saaten haften dann schlechter, deshalb nach dem Bestreuen leicht andrücken.
Was beim Nachbacken am häufigsten gefragt wird. Für alles andere gibt es das Sauerteig-SOS.
Ja, wenn ihr die Kühlschranknacht durch eine längere Stockgare bei Raumtemperatur ersetzt. Nach den drei Faltungen bleibt der Teig dann abgedeckt stehen, bis er sich ungefähr verdoppelt hat, was je nach Küche vier bis sechs Stunden dauert. Der Geschmack ist milder, die Krume etwas feiner.
Meist am Ofen: Bei weniger als 250 °C verlängert sich die Backzeit, und die Oberfläche trocknet aus, bevor die Krume locker ist. Auch Fladen, die nach dem Backen offen auskühlen, werden zäh. Ein mitgeheiztes Blech oder ein Stein und das Küchentuch danach lösen beides.
Etwa fingerdick, also rund 1,5 cm, und oval, damit er auf das Blech passt. Beim Ausdrücken darf der Teig an den Rändern etwas dicker bleiben. Zu dünn ausgedrückt kommt er dem Pizzaboden näher und verliert die weiche, wattige Krume, die dieses Brot ausmacht.
Pizza & Fladen
Drei Teiglinge für runde Pizzen mit luftigem Rand. Die kalte Reife im Kühlschrank bringt Aroma und macht den Teig gut planbar.
Pizza & Fladen
Weiche Fladen mit Joghurt im Teig, in der heißen Pfanne gebacken. Ein Ofen ist nicht nötig.
Pizza & Fladen
Hauchdünner Teig, Crème fraîche, Zwiebeln und Speck. Der Teig geht nur wenig auf, deshalb reicht ein halber Tag.