Brote
Einfaches Weizensauerteigbrot
Ein heller Laib mit kräftiger Kruste und offener Krume, für alle, die zum ersten Mal Sauerteigbrot backen. Der Teig ruht über Nacht im Kühlschrank, gebacken wird am nächsten Morgen.
Ein Brot aus 70 % Roggen und 30 % Weizen, wie es in vielen Regionen Deutschlands auf dem Abendbrottisch liegt. Der Roggensauerteig reift über Nacht.

| 150 g | Roggenmehl Type 1150 |
| 150 g | Wasser, etwa 30 °C |
| 30 g | Anstellgut (Roggen) |
| 330 g | reifer Sauerteig (alles von oben) |
| 200 g | Roggenmehl Type 1150 |
| 150 g | Weizenmehl Type 1050 |
| 230 g | Wasser, etwa 40 °C |
| 11 g | Salz |
Beim Halbieren oder Verdoppeln ändern sich die Grammangaben und der Hinweis bei „Ergibt“; Stückzahlen und Löffelmaße bitte selbst anpassen.
Die Uhrzeiten sind ein Beispiel. Wer später anfängt, verschiebt alles um dieselbe Zeit. Hakt erledigte Schritte ab, dann seht ihr, wo ihr steht.
Alle Zutaten des Sauerteigs verrühren, abdecken und 12 bis 16 Stunden bei 22 bis 24 °C reifen lassen.
Sauerteig mit Mehlen, Wasser und Salz etwa 5 Minuten zu einem gleichmäßigen, klebrigen Teig verarbeiten. Roggenteig wird nicht glatt, das ist richtig.
30 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
Mit nassen Händen zu einem länglichen Laib formen und mit der glatten Seite nach unten in ein bemehltes Körbchen legen.
60 bis 75 Minuten gehen lassen. Inzwischen den Ofen auf 250 °C vorheizen.
Stürzen, mit Dampf 10 Minuten bei 250 °C backen, dann auf 200 °C zurückschalten und weitere 50 Minuten backen.
Roggenbrot braucht nach dem Backen Zeit. Mindestens 12 Stunden auskühlen lassen, bevor es angeschnitten wird.
Klappt etwas nicht wie beschrieben? Im Sauerteig-SOS nach der Ursache suchen.
Von den 500 g Mehl in diesem Brot stecken 150 g schon im Sauerteig, der 12 bis 16 Stunden bei 22 bis 24 °C reift. Dieser Anteil ist kein Zufall. Roggen enthält Enzyme, die beim Backen die Stärke abbauen würden, wenn die Säure sie nicht bremst; ein Roggenbrot ohne ausreichend versäuertes Mehl bleibt innen klitschig, egal wie lange es im Ofen war.
Reif heißt dabei: hoch gegangen, aber noch nicht eingefallen. Steht die Küche nachts bei 26 °C, ist er oft schon nach 10 Stunden so weit, und wer ihn dann noch sechs Stunden stehen lässt, bekommt ein spürbar saureres Brot. Wer das mag, lässt ihn stehen. Wer ein milderes Mischbrot will, setzt ihn später an oder stellt ihn in einen kühleren Raum.
Die 30 % Weizen sind der Grund, warum sich dieses Brot leichter schneiden lässt als ein reines Roggenbrot und die Krume lockerer wirkt. Weizenkleber bildet im Teig ein feines Netz, das die Gase aus dem Sauerteig hält. Type 1050 passt farblich und geschmacklich besser zum Roggen als helles 550: Es bringt eigene Würze mit und lässt die Krume nicht fleckig aussehen.
Trotz des Weizenanteils wird dieser Teig nicht geknetet, sondern nur 5 Minuten vermengt. Das reicht, weil der Roggen den Ton angibt. Längeres Kneten macht ihn eher schmieriger, und das Netz aus dem Weizen wäre bei 30 % ohnehin zu dünn, um daraus einen glatten, elastischen Teig zu machen.
Das Wasser für den Hauptteig hat etwa 40 °C, weil Sauerteig und Mehl aus einer rund 22 °C warmen Küche kommen. Zusammen ergibt das einen Teig von etwa 28 °C, bei dem die Stückgare in 60 bis 75 Minuten geschafft ist. Mit kaltem Wasser dauert sie leicht doppelt so lang, und das Brot wird flacher.
Geformt wird mit nassen Händen, nicht auf bemehlter Fläche; Roggenteig klebt an Mehl eher noch fester. Die glatte Seite kommt nach unten ins Körbchen, damit sie beim Stürzen oben liegt. Dann heißt es beobachten: Sobald sich auf der Oberfläche feine Risse zeigen, muss das Brot in den Ofen. Wartet ihr noch eine Viertelstunde länger, werden aus den feinen Rissen Spalten, und der Laib sackt beim Stürzen zusammen.
Nach 60 Minuten Backzeit ist die Kruste dick und dunkel, so soll es sein. Die 12 Stunden Ruhe danach gehören noch zum Backen: Die Stärke in der Krume bindet in dieser Zeit die restliche Feuchtigkeit, und erst dann lässt sich das Brot in dünne Scheiben schneiden, ohne am Messer zu kleben. Am dritten Tag schmeckt es kräftiger als am ersten.
Was beim Nachbacken am häufigsten gefragt wird. Für alles andere gibt es das Sauerteig-SOS.
Ja, der Teig passt in eine Kastenform von etwa 25 cm Länge. Das Formen entfällt: einfüllen, mit nasser Hand glatt streichen und gehen lassen, bis der Teig fast am Rand steht. Die Backzeit bleibt bei 60 Minuten, die Seitenkruste wird weicher als beim freigeschobenen Laib.
Das ist Geschmackssache und regional sehr verschieden, eine Vorgabe gibt es hier nicht. Wer es mag, gibt 5 bis 8 g gemahlenen Kümmel, Fenchel und Koriander in den Hauptteig; ganzer Kümmel auf der Kruste ist die kräftigere Variante. Ohne Gewürz tritt die Säure des Roggens deutlicher hervor.
Ja, der Geruch zeigt nur, dass er über den Höhepunkt hinaus ist und Hunger hat. Für dieses Brot lässt er sich noch verwenden, das Ergebnis wird saurer und etwas flacher. Beim nächsten Mal 20 statt 30 g Anstellgut nehmen oder einen kühleren Standort wählen.
Brote
Ein heller Laib mit kräftiger Kruste und offener Krume, für alle, die zum ersten Mal Sauerteigbrot backen. Der Teig ruht über Nacht im Kühlschrank, gebacken wird am nächsten Morgen.
Brote
Ein mildes, leicht nussiges Brot aus Dinkelmehl. Dinkel ist empfindlicher als Weizen, deshalb wird der Teig nur kurz bearbeitet und weniger nass geführt.
Brote
Ein saftiges Kastenbrot aus 100 % Roggenvollkorn mit eingeweichten Saaten. Der Teig wird nicht geformt, sondern direkt in die Form gestrichen.