Brote
Einfaches Weizensauerteigbrot
Ein heller Laib mit kräftiger Kruste und offener Krume, für alle, die zum ersten Mal Sauerteigbrot backen. Der Teig ruht über Nacht im Kühlschrank, gebacken wird am nächsten Morgen.
Ein saftiges Kastenbrot aus 100 % Roggenvollkorn mit eingeweichten Saaten. Der Teig wird nicht geformt, sondern direkt in die Form gestrichen.

| 200 g | Roggenvollkornmehl |
| 200 g | Wasser, etwa 30 °C |
| 20 g | Anstellgut (Roggen) |
| 100 g | Saaten (Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Kürbiskerne) |
| 150 g | kochendes Wasser |
| 420 g | reifer Sauerteig (alles von oben) |
| 250 g | Brühstück (alles von oben) |
| 250 g | Roggenvollkornmehl |
| 150 g | Wasser, etwa 40 °C |
| 12 g | Salz |
Beim Halbieren oder Verdoppeln ändern sich die Grammangaben und der Hinweis bei „Ergibt“; Stückzahlen und Löffelmaße bitte selbst anpassen.
Die Uhrzeiten sind ein Beispiel. Wer später anfängt, verschiebt alles um dieselbe Zeit. Hakt erledigte Schritte ab, dann seht ihr, wo ihr steht.
Sauerteig verrühren und 12 bis 16 Stunden bei 22 bis 24 °C reifen lassen. Die Saaten mit kochendem Wasser übergießen, abdecken und abkühlen lassen.
Alle Zutaten etwa 5 Minuten zu einem breiigen, klebrigen Teig vermengen. Kneten ist bei reinem Roggen nicht nötig.
Den Teig in eine gefettete Kastenform füllen und mit einem nassen Löffel glatt streichen.
Abgedeckt 1,5 bis 2,5 Stunden gehen lassen. Den Ofen rechtzeitig auf 250 °C vorheizen.
15 Minuten bei 250 °C, dann bei 200 °C weitere 50 bis 55 Minuten backen. Aus der Form lösen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Ein Vollkorn-Roggenbrot erst nach 24 Stunden anschneiden. Vorher wirkt die Krume klebrig, obwohl sie durchgebacken ist.
Klappt etwas nicht wie beschrieben? Im Sauerteig-SOS nach der Ursache suchen.
200 g von insgesamt 450 g Roggenvollkornmehl werden am Vorabend versäuert, also rund 45 %. Bei einem Mischbrot wäre das zu viel, bei reinem Vollkornroggen ist es nötig: Die Schalenanteile bringen besonders aktive Enzyme mit, und nur ausreichend Säure hält sie beim Backen in Schach. Außerdem lockert die lange Reife das Vollkornmehl vor, das sonst eine sehr dichte Krume ergeben würde.
Mit 20 g Anstellgut auf 200 g Mehl ist der Sauerteig eher sparsam angeimpft. Er braucht die vollen 12 bis 16 Stunden bei 22 bis 24 °C und wird in dieser Zeit mild bis mittel sauer. Mit 30 g wäre er früher reif, dafür kräftiger in der Säure; wer ein milderes Brot sucht, bleibt bei den 20 g und hält die Zeit ein.
Rohe Saaten im Teig ziehen Wasser aus der Krume und bleiben selbst hart. Werden sie am Vorabend mit 150 g kochendem Wasser übergossen, nehmen sie über Nacht alles auf, was sie aufnehmen können, und geben beim Backen sogar Feuchtigkeit ab. Die Leinsamen bilden dabei einen Schleim, der die Krume zusätzlich bindet und das Brot über eine Woche saftig hält.
Das Brühstück wiegt nach dem Quellen 250 g und geht komplett in den Hauptteig. Das Wasser darin ist in der Rezeptur eingerechnet; wer die Saaten trocken zugibt, hat einen viel zu trockenen Teig und ein krümeliges Brot. Für den Tausch gilt: Sesam, Haferflocken oder Hanfsamen funktionieren gleich, Nüsse sollten grob gehackt und ebenfalls gebrüht werden.
Ein Teig aus 100 % Roggen hat keine Struktur, die ein freigeschobener Laib bräuchte. Er wird breiig in die gefettete 30-cm-Form gefüllt und mit einem nassen Löffel geglättet, damit die Oberfläche beim Backen nicht in Fetzen aufreißt. Wer mag, streut vor der Gare Saaten obenauf und drückt sie mit dem Löffel leicht an.
Die Gare in der Form dauert 1,5 bis 2,5 Stunden, eine große Spanne, die am Raum und am Sauerteig hängt. Entscheidend ist das Bild: Risse und kleine Löcher auf der Oberfläche, der Teig etwa einen Fingerbreit unter dem Rand. Steht der Teig schon randvoll in der Form, habt ihr zu lange gewartet, und im Ofen bricht der Deckel seitlich ab.
Nach 15 Minuten bei 250 °C und weiteren 50 bis 55 Minuten bei 200 °C kommt das Brot sofort aus der Form, sonst wird die Seitenkruste im eigenen Dampf weich. Ohne die 24 Stunden Ruhe geht es bei diesem Brot nicht: Frisch angeschnitten hat ein Vollkornroggenbrot eine klebrige, scheinbar rohe Krume, die am zweiten Tag fest und schnittfähig ist. Dünn geschnitten passt es zu kräftigem Käse, Schinken oder nur Butter und Salz; für Toast ist es zu dicht. Ob ein Löffel Rübensirup in den Hauptteig gehört, ist Geschmackssache und bleibt euch überlassen.
Was beim Nachbacken am häufigsten gefragt wird. Für alles andere gibt es das Sauerteig-SOS.
Freigeschoben läuft dieser Teig breit, weil ihm jede Spannung fehlt. Ein ofenfester Topf oder eine runde Auflaufform mit mindestens 2 Litern Fassungsvermögen ersetzt die Kastenform; das Brot wird flacher und braucht etwa 5 Minuten weniger. Die Form in jedem Fall fetten und zusätzlich mit Haferflocken oder Saaten ausstreuen.
Nichts, bei einem Kastenbrot aus Vollkornroggen ist das normal. Wer es weicher mag, wickelt den Laib nach dem Auskühlen über Nacht in ein Geschirrtuch; die Feuchtigkeit aus der Krume macht die Kruste bis zum Anschnitt deutlich milder. In einer Dose aus Steingut oder Holz hält das Brot danach gut eine Woche.
Ja, im Hauptteig bis zu 250 g, also das gesamte Mehl außerhalb des Sauerteigs. Das Brot wird dann feiner und etwas heller, bleibt aber ein kräftiges Roggenbrot. Die Wassermenge im Hauptteig um 10 bis 20 g verringern, weil helleres Mehl weniger bindet.
Brote
Ein heller Laib mit kräftiger Kruste und offener Krume, für alle, die zum ersten Mal Sauerteigbrot backen. Der Teig ruht über Nacht im Kühlschrank, gebacken wird am nächsten Morgen.
Brote
Ein Brot aus 70 % Roggen und 30 % Weizen, wie es in vielen Regionen Deutschlands auf dem Abendbrottisch liegt. Der Roggensauerteig reift über Nacht.
Brote
Ein mildes, leicht nussiges Brot aus Dinkelmehl. Dinkel ist empfindlicher als Weizen, deshalb wird der Teig nur kurz bearbeitet und weniger nass geführt.