Süßes
Pancakes mit Anstellgut-Rest
Das Rezept für das Anstellgut, das beim Füttern übrig bleibt. Backpulver sorgt für die Lockerung, der Sauerteig für einen feinen, leicht säuerlichen Geschmack.
| 400 g | Weizenmehl Type 550 |
| 180 g | Milch, lauwarm |
| 120 g | aktives Anstellgut (Weizen, 100 %) |
| 1 | Ei (Größe M) |
| 50 g | Zucker |
| 60 g | weiche Butter |
| 6 g | Salz |
| 60 g | weiche Butter |
| 80 g | brauner Zucker |
| 2 TL | Zimt |
Beim Halbieren oder Verdoppeln ändern sich die Grammangaben und der Hinweis bei „Ergibt“; Stückzahlen und Löffelmaße bitte selbst anpassen.
Die Uhrzeiten sind ein Beispiel. Wer später anfängt, verschiebt alles um dieselbe Zeit. Hakt erledigte Schritte ab, dann seht ihr, wo ihr steht.
Alle Teigzutaten außer der Butter 5 Minuten kneten, dann die Butter in Stücken zugeben und weiterkneten, bis der Teig glatt und elastisch ist.
Abgedeckt 8 bis 10 Stunden bei etwa 20 °C gehen lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat.
Auf ca. 40 × 30 cm ausrollen, mit Butter bestreichen, Zucker und Zimt aufstreuen, von der langen Seite aufrollen und in 12 Scheiben schneiden.
Die Schnecken in eine gefettete Form setzen und warm gehen lassen, bis sie sich berühren.
Bei 180 °C Ober- und Unterhitze 22 bis 25 Minuten goldbraun backen.
Die lange Gare hängt stark von der Temperatur ab. In einer kühlen Küche kann sie zwei bis drei Stunden länger dauern.
Klappt etwas nicht wie beschrieben? Im Sauerteig-SOS nach der Ursache suchen.
Milch, Ei, 50 g Zucker und 60 g Butter machen aus diesem Teig etwas anderes als einen Brotteig. Zucker bindet Wasser, Fett legt sich um die Glutenstränge, und beides bremst die Mikroorganismen im Anstellgut spürbar. Deshalb ist der Anteil mit 120 g auf 400 g Mehl so hoch angesetzt: Ein kleinerer Anteil würde in einer Nacht nicht genug Volumen aufbauen.
Die 20 °C sind bewusst gewählt. Bei dieser Temperatur arbeiten die Hefen gleichmäßig, die Säurebildung bleibt zurückhaltend, und morgens riecht der Teig nach Butter und Milch, nicht nach Essig. In einer warmen Küche kann der Teig schon nach sechs Stunden fast verdoppelt sein, dann lieber früher nachsehen.
Dass die Butter erst nach fünf Minuten Kneten dazukommt, hat einen handfesten Grund: Ohne Fett vernetzt sich das Gluten schneller und kräftiger. Wird die Butter von Anfang an mitgeknetet, bleibt der Teig länger krümelig, und die Schnecken reißen beim Aufrollen eher ein.
Nach der langen Gare ist der Teig weich und klebt leicht. Bestäubt die Arbeitsfläche nur dünn mit Mehl, denn jedes Gramm zu viel landet in der Rolle und macht die Schnecken trockener. Wer den Teig vor dem Ausrollen 20 Minuten in den Kühlschrank legt, bekommt die 40 × 30 cm leichter sauber hin.
Die Füllbutter muss streichfähig sein, nicht flüssig. Geschmolzene Butter läuft beim Aufrollen heraus und brennt später in der Form an. Die 80 g braunen Zucker mit den 2 TL Zimt vorher mischen und gleichmäßig verteilen; ein fingerbreiter Rand an der oberen langen Seite bleibt frei, damit die Rolle dort zusammenklebt.
Von der 40 cm langen Seite aufgerollt ergibt die Rolle zwölf Scheiben von gut 3 cm. Ein Stück Zahnseide, unter die Rolle geschoben und über Kreuz gezogen, schneidet sauberer als jedes Messer, weil die Rolle dabei nicht plattgedrückt wird. In der Form dürfen die Schnecken anfangs Abstand haben, nach der Stückgare von zwei bis drei Stunden berühren sie sich von selbst.
Für die Stückgare braucht es Wärme, etwa im ausgeschalteten Backofen mit eingeschalteter Lampe. In einer kühlen Küche kann sie an die vier Stunden dauern. Das ist ärgerlich, aber kein Fehler im Teig.
Am besten schmecken die Schnecken lauwarm, etwa 20 Minuten nach dem Ofen. Ob darauf ein Zuckerguss, eine Frischkäseglasur oder gar nichts kommt, lässt sich nicht allgemein entscheiden. Mit der leichten Säure des Teigs wirkt eine dünne Glasur jedenfalls weniger süß als auf einem Hefeteig.
Am nächsten Tag sind sie fester, aber nicht verloren. Fünf Minuten bei 150 °C im Ofen, locker mit Backpapier abgedeckt, machen sie wieder weich. Gebacken und ausgekühlt lassen sie sich auch einfrieren und direkt aus dem Gefrierfach bei 160 °C etwa zehn Minuten aufbacken.
Wer morgens keine zwei bis drei Stunden Stückgare unterbringt, setzt die geschnittenen Schnecken abends in die Form und stellt sie abgedeckt in den Kühlschrank. Die Hauptgare muss dann entsprechend früher am Tag laufen, und morgens kommen die kalten Schnecken für etwa eine Stunde ins Warme, bevor sie in den Ofen gehen.
Was beim Nachbacken am häufigsten gefragt wird. Für alles andere gibt es das Sauerteig-SOS.
Ja, aber dann reicht eine Nacht nicht aus. Bei 5 °C arbeitet das Anstellgut so langsam, dass der Teig morgens kaum gewachsen ist. Lasst ihn in dem Fall erst zwei bis drei Stunden bei Raumtemperatur anspringen, bevor er kalt gestellt wird, und rechnet morgens mit einer längeren Stückgare.
Meist war die Stückgare zu kurz oder zu kalt, die Schnecken waren beim Einschieben noch nicht aufgegangen. Die zweite häufige Ursache ist zu viel Mehl beim Ausrollen. Prüft außerdem die Backzeit: Mehr als 25 Minuten bei 180 °C trocknen die kleinen Stücke schnell aus.
Mit Dinkelmehl Type 630 funktioniert es, der Teig wird allerdings weicher und reißt beim Aufrollen leichter. Nehmt dann 10 bis 15 g weniger Milch und knetet nicht länger als nötig. Die Gare läuft bei Dinkel oft etwas schneller, also früher nachsehen.
Süßes
Das Rezept für das Anstellgut, das beim Füttern übrig bleibt. Backpulver sorgt für die Lockerung, der Sauerteig für einen feinen, leicht säuerlichen Geschmack.
Süßes
Ein saftiger Rührkuchen aus sehr reifen Bananen, der Anstellgut-Reste verwertet. Gelockert wird er mit Backpulver und Natron.
Süßes
Ein buttriger Zopf für das Sonntagsfrühstück, der ohne Hefe auskommt. Die lange, kühle Gare macht ihn locker und aromatisch.