Herzhaftes
Focaccia mit Rosmarin
Ein sehr weicher Teig, der kaum Handarbeit braucht. Er reift über Nacht direkt in der Form, am nächsten Tag wird gedrückt, belegt und gebacken.
Der Klassiker zum Federweißen: ein dünner Hefeteigboden, hier mit Sauerteig gelockert, und eine saftige Füllung aus gedünsteten Zwiebeln, Schmand und Speck.

| 300 g | Weizenmehl Type 550 |
| 150 g | Milch, lauwarm |
| 80 g | aktives Anstellgut (Weizen, 100 %) |
| 40 g | weiche Butter |
| 6 g | Salz |
| 1 kg | Zwiebeln, in Streifen |
| 100 g | Speckwürfel |
| 200 g | Schmand |
| 2 | Eier (Größe M) |
| 1 TL | Kümmel |
| Salz, Pfeffer |
Beim Halbieren oder Verdoppeln ändern sich die Grammangaben und der Hinweis bei „Ergibt“; Stückzahlen und Löffelmaße bitte selbst anpassen.
Die Uhrzeiten sind ein Beispiel. Wer später anfängt, verschiebt alles um dieselbe Zeit. Hakt erledigte Schritte ab, dann seht ihr, wo ihr steht.
Alle Teigzutaten 6 Minuten kneten und abgedeckt warm gehen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat (5 bis 6 Stunden).
Speck auslassen, Zwiebeln dazugeben und 15 Minuten bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Abkühlen lassen.
Schmand und Eier verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen und unter die Zwiebeln mischen. Ofen auf 200 °C vorheizen.
Den Teig dünn auf dem gefetteten Blech ausrollen, einen kleinen Rand hochziehen und die Füllung verteilen.
30 bis 35 Minuten backen, bis die Füllung gestockt und goldbraun ist.
Lauwarm schmeckt der Zwiebelkuchen am besten. Für eine vegetarische Variante den Speck weglassen und die Zwiebeln in Butter dünsten.
Klappt etwas nicht wie beschrieben? Im Sauerteig-SOS nach der Ursache suchen.
Der Boden ist ein angereicherter Teig: 150 g lauwarme Milch statt Wasser, 40 g weiche Butter und 80 g Anstellgut auf 300 g Mehl. Fett und Milchzucker machen die Krume zart und bremsen zugleich den Sauerteig. Darum braucht der Teig 5 bis 6 Stunden in der Wärme, bis sich das Volumen verdoppelt hat, obwohl der Starteranteil mit gut 25 % nicht knapp bemessen ist.
Diese Zeit ist gut angelegt. Ein Hefeboden wäre in einer Stunde fertig, bekäme aber nicht die feine Säure, die zu Zwiebeln, Speck und Schmand so gut passt. Der Boden bleibt dünn und wird im Ofen eher knusprig als brotig, das unterscheidet ihn vom dicken Blechkuchenboden.
Die Milch sollte lauwarm sein, etwa 30 °C. Kalte Milch aus dem Kühlschrank verlängert die Gare um eine gute Stunde; heißere Milch schadet dem Anstellgut. Die Butter wird erst nach den ersten Minuten eingeknetet, dann verbindet sie sich leichter mit dem Teig.
1 kg Zwiebeln klingt nach viel für ein Blech von 30 × 40 cm, verliert beim Dünsten aber deutlich an Volumen und Wasser. Genau deshalb werden sie 15 Minuten im ausgelassenen Speck gedünstet und nicht roh aufgelegt: Rohe Zwiebeln geben ihr Wasser erst im Ofen ab, und das landet im Boden.
Das Abkühlen vor dem Mischen mit Schmand und Eiern ist kein Schönheitsschritt. Heiße Zwiebeln lassen das Ei vorzeitig stocken, die Füllung wird grieselig statt cremig. Lauwarm reicht; die Füllung darf dann direkt auf den ausgerollten Teig.
Der kleine hochgezogene Rand hält die Masse auf dem Blech, bis sie gestockt ist. Dünn ausrollen heißt hier wirklich dünn, etwa 3 bis 4 mm; ein dicker Boden bleibt unter der feuchten Füllung an der Oberseite teigig. Nach 30 bis 35 Minuten bei 200 °C ist die Füllung gestockt und die Oberfläche fleckig gebräunt.
Wenn ihr das Blech nicht um 16:00 im Ofen haben könnt, setzt ihr den Teig am Vorabend an und stellt ihn nach einer Stunde Anspringen in den Kühlschrank. Dort hält er bis zum nächsten Nachmittag. Eine Stunde vor dem Ausrollen herausnehmen, sonst zieht er sich auf dem Blech ständig zusammen.
Statt des großen Blechs geht eine Springform mit 28 cm; dann die Füllung auf zwei Drittel kürzen oder höher einfüllen und 10 Minuten länger backen. Die vegetarische Variante aus dem Hinweis braucht etwas mehr Salz, weil der Speck fehlt. Ob Kümmel ganz oder gemahlen besser passt, bleibt Ansichtssache.
Reste halten sich abgedeckt zwei Tage im Kühlschrank und werden bei 180 °C in 10 Minuten aufgewärmt, nicht in der Mikrowelle, sonst wird der Boden weich. Zum Einfrieren eignet sich der gebackene Kuchen in Stücken; aufgetaut und aufgebacken ist der Unterschied zum frischen gering.
Was beim Nachbacken am häufigsten gefragt wird. Für alles andere gibt es das Sauerteig-SOS.
Entweder war der Boden zu dick, die Zwiebeln waren zu feucht oder das Blech stand zu hoch im Ofen. Auf der untersten Schiene bekommt der Boden mehr Hitze von unten. Hilfreich ist auch, das Blech vor dem Belegen 5 Minuten leer im Ofen anzuwärmen.
Die gedünsteten Zwiebeln ja, sie halten sich abgedeckt im Kühlschrank. Schmand und Eier erst kurz vor dem Belegen unterrühren, sonst wird die Masse wässrig. Kalte Füllung verlängert die Backzeit um einige Minuten.
Die 80 g sind für die Gare von 5 bis 6 Stunden ausgelegt. Mit 40 g dauert es eher 8 bis 9 Stunden, das kann für einen Teig, der morgens angesetzt wird, zu lang sein. Mehr als 80 g beschleunigt, macht den Boden aber saurer. Richtet euch nach dem Volumen, nicht nach der Uhr.
Herzhaftes
Ein sehr weicher Teig, der kaum Handarbeit braucht. Er reift über Nacht direkt in der Form, am nächsten Tag wird gedrückt, belegt und gebacken.
Herzhaftes
Dünne, knusprige Cracker, die das beim Füttern abgenommene Anstellgut verwerten. Mit Saaten, Kräutern oder Käse lassen sie sich immer wieder anders machen.
Herzhaftes
Knusprige Brotstangen zum Aperitif oder zur Suppe. Der Teig ist fest und lässt sich gut von Hand rollen.